Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Ukraine

Es kommt nicht so oft vor, dass man auf Leute trifft, die fragen „Wie können wir Euch helfen“ und nicht „Was können wir kriegen“. Wie können wir helfen, das ist auch unsere grundsätzliche Fragestellung. Wir haben die gleiche Einstellung. Das macht die Zusammenarbeit nicht nur einfach, sondern sehr angenehm.

Yuriy Bilovus, Enno Lenze und Wieland Giebel. Das war dienstlich, also nach Feierabend. Es war in Budapest. Wir haben uns zusammen die Ausstellung mit eroberten russischen Waffen angesehen, die demnächst in den Bunker kommen sollte. Und wir hatten Grund zu lachen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalen Militärhistorischem Museum und dem Berlin Story Bunker war immer besser geworden.
Heute haben wir nichts zu lachen. Ich schreibe diesen Beitrag – zufällig – an dem Tag, an dem der Staatschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj wegen Korruptionsverdacht zurücktritt, Andrij Jermak. Ich kann mich nicht in die Lage von Yuriy versetzen, was das für ihn und für die Menschen bedeutet, die für die Freiheit und Unabhängigkeit der Ukraine kämpfen. Enno, der gerade an den vier aktiven Frontabschnitten mit ukrainischen Soldaten gesprochen hat, berichtet von deren inneren Stärke, den Kampf gegen die verbrecherischen Invasoren ohne Zaudern weiterzuführen. Nicht nur Jermak und seine korrupte Bande, auch die Amerikaner fallen den Ukrainern in den Rücken. Trumps Kumpel und Berater Steve Witkoff kungelt in Telefongesprächen mit den Russen und fällt den Ukrainern in den Rücken.

Der positive Aspekt: Gerade heute lässt sich der Gegensatz zwischen aufrichtigen Menschen und niederträchtigem Pack gut herausarbeiten.

Ohne die Hilfe des Nationalen Militärhistorischen Museum in Kyiv wäre es nicht möglich gewesen, diesen Panzer am ersten Jahrestag des russischen Überfalls vor Moskaus Botschaft in Berlin zu stellen. Unser Ziel war, den Ukrainern zu zeigen, dass wir voll und ganz hinter ihrem Kampf stehen – und den Russen zu signalisieren „Fuck Putin“!  Foto: Stephan Röhl


Symbolträchtig: Der zerschossene russische Panzer in den Morgenstunden des 24. Februars 2022 vor dem Reichstag. 1945 war es anders. Das ist uns wohl bewusst. Deutschland hatte Russland überfallen und 16 Millionen tote Sowjetbürger auf dem Gewissen, darunter sehr viel Ukrainer. Deren immense Verluste werden auf zehn Millionen geschätzt.