Wieland Giebel erläutert in der Abendschau des rbb, wo in Berlin der Zweite Weltkrieg vorbereitet wurde

Im Berlin Story Bunker, dem Anhalter Bunker am Anhalter Bahnhof, Hitlers Regierungsbahnhof.


Ulli Zelle vom rbb befragt Wieland Giebel, wo genau der Zweite Weltkrieg vorbereitet wurde. Hauptsächlich im Kopf von Adolf Hitler – das sagt auch der zweite Interviewpartner Johannes Tuchel von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Alle anderen waren ausführende Organe. Im Bendlerblock kündigte Hitler den Generalen bereits wenige Tage nach der „Machtübernahme“ am 30. Januar 1933 an, dass die Eroberung von Lebensraum im Osten Ziel sei und die Armee im Jahr 1941 einsatzbereit sein sollte.

Auf dem heutigen Gelände der Topographie des Terrors, wo die Kochstraße vom Checkpoint Charlie kommend in die Wilhelmstraße mündet, stand das Prinz-Albrecht-Palais. Dort residierte der Chef des Sicherheitsdientes des Reichsführer SS Reinhard Heydrich. Er befahl, wie der Anschlag auf die deutsche Radiostation Gleiwitz vorgetäuscht werden sollte, um sie „den Polen“ in die Schuhe zu schieben.


Im Reichsluftfahrtministerium, heute Finanzministerium, wurde der Angriff auf die militärisch völlig unbedeutende polnische Kleinstadt Wilun geplant – am 1. September 1933 um 4:37 Uhr. 1.200 Menschen wurden bei zwei Stuka Angriffen ermordet.

Im Propagandaministerium in der Wilhelmstraße ordnete Joseph Goebbels an, dass der Begriff „Krieg“ nicht verwendet werden dürfe. „Um 5.45 Uhr wird zurückgeschlagen“ ist eine doppelte Lüge. Es war 4.45 Uhr und es handelte sich um einen völkerrechtswidrigen, nicht erklärten Angriff, von langer Hand vorbereitet und mit allen drei Waffengattungen durchgeführt.